GAL-Antrag: Auskömmliche Finanzierung von bereits in Hamburg Nord installierten Projekten zum Schutze des Kindeswohl

 

An Bezirksversammlung Antrag
Auskömmliche Finanzierung von in Hamburg Nord bereits installierten Projekten zum Schutze des Kindeswohl Als Reaktion auf die in der Öffentlichkeit bekannt gewordenen Fälle von grober Kindeswohlverletzung durch die Erziehungsberechtigten hat der Senat einen vier Punkte Katalog vorgestellt. Unter anderem soll eine "Task-Force Kinderschutz" in den sieben Bezirken eingerichtet werden. Hierfür stehen 400.000,-- € bereit. Eine Aufgabe dieser Task Force wird es sein, sich als rechte Hand der bezirklichen Jugendamtsleitung um die Entwicklung von Konzepten zum frühzeitigen Erreichen von gefährdeten Familien sowie um die Mitwirkung bei der Entwicklung von niedrigschwelligen Angeboten - etwa SAE Projekte, die dem Kinderschutz dienen – zu kümmern. Anders als möglicherweise in anderen bezirklichen Jugendämtern ist in Hamburg Nord die planerische und konzeptionelle Arbeit im Sinne des Kindeswohl nur unwesentlich durch Konsolidierungsauflagen des Senates eingeschränkt worden. Solche Projekte, deren konzeptionelle Entwicklung der Senat durch die Task Force erst jetzt in den Bezirken auf den Weg bringen möchte, gibt es in Hamburg-Nord bereits seit Jahren. Hier sind, um nur einige aufzuzählen, die am KIFAZ angesiedelten Projekte "Andere Umstände" und die "Familienhebammen" zu nennen, das kirchlichen Projekte "Wellcome" und die betreuende Familienarbeit der katholischen Frauen- und Familienbildungsstätte, die eine aus bezirklichen Sondermitteln teilfinanzierte Kriseninterventionswohnung unterhält. Allerdings ist insbesondere das erstgenannten Projekte "Andere Umstände" in seiner finanziellen Ausstattung über das Jahr 2006 hinaus nicht gesichert. Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen: Der Bezirksamtsleiter wird aufgefordert, sich bei der Senatorin für Bildung und Soziales dafür einzusetzen, dem Bezirk Hamburg-Nord die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, die er benötigt, um die bereits vorhandenen Projekte zum Schutze des Kindeswohl, auskömmlich zu finanzieren. Holger Koslowski
Dr. Eva Gümbel

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