02.10.2019

Toilette für alle im Pergolenviertel – ein Schritt in Richtung „Inklusives Quartier“

Toilette für Alle

Der Hauptausschuss hat am Dienstag einstimmig beschlossen, dem Verein „Leben mit Behinderung Hamburg“ 9.500 Euro aus investiven Mitteln zur Verfügung zu stellen. Im Pergolenviertel kann damit eine sogenannte „Toilette für alle“ eingerichtet werden.

Alske Freter, GRÜNE Sprecherin für Inklusion: „Wir GRÜNEN fordern eine ‚Stadt für alle‘. Das bedeutet für uns, dass auch Menschen mit schweren körperlichen Behinderungen am öffentlichen Leben teilnehmen können müssen. Für diese sind normale Behinderten-Toiletten allerdings oft ungeeignet: Denn wenn unterwegs das Wechseln einer Windel oder Inkontinenzeinlage nötig wird, bleibt heute oft nur, das auf dem Boden zu machen. Das ist nicht nur unhygienisch, sondern auch unwürdig!

Wir freuen uns deshalb, dass es im Pergolenviertel eine ‚Toilette für alle‘ geben wird, die über eine Liege und einen Lifter verfügt. Das ist ein Schritt in Richtung ‚Inklusives Quartier‘, und ermöglicht Teilhabe. Dafür investieren wir gerne knapp 10.000 Euro aus bezirklichen Mitteln.

Hintergrund

Die HANSA Baugenossenschaft hat sich bereit erklärt, auf ihrem Baufeld im Pergolenviertel ein öffentlich zugängliches WC für Menschen mit Behinderung einzubauen. Der Träger Leben mit Behinderung Hamburg, der in dem Gebäude eine Tagesförderstätte betreiben wird, möchte dieses in Form einer „Toilette für Alle“ gestalten und wird auch deren Betrieb übernehmen. „Eine Toilette für Alle“ ist eine Erweiterung eines klassischen Behinderten-WC. Sie ist auch für Menschen mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen geeignet und hält entsprechende Vorrichtungen bereit (z.B. Lifter, Liegebank). Nähere Einzelheiten sind unter www.toiletten-fuer-alle.de zu finden.

Beschlossene Drucksache

Bild: Beispiel einer „Toilette für alle“ am Sendlinger Tor in München (Stiftung Leben Pur)

Pressemitteilung

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