19.03.2014

Bezirkswahlen Hamburg-Nord: GRÜNE fordern mehr Bürgerbeteiligung und mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger

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Unterstützt durch die GRÜNE Landesvorsitzende Katharina Fegebank haben heute die beiden Spitzenkandidaten der GRÜNEN für die Wahlen zur Bezirksversammlung Hamburg-Nord, Carmen Wilckens und Michael Werner-Boelz, das Bezirkswahlprogramm ihrer Partei präsentiert. Inhaltlich liegen die Schwerpunkte auf der besseren Förderung des Radverkehrs und des zu Fuß Gehens, einer stärkeren Bürgerbeteiligung insbesondere auch bei Bebauungsplanverfahren und Orientierung der Stadtentwicklung an der Verbesserung der Lebensqualität in den Quartieren.

Michael Werner-Boelz, Vorsitzender der GRÜNEN Bezirksfraktion Hamburg-Nord:

„Wir brauchen mehr Wohnraum auch im Bezirk Nord. Dieser muss aber bezahlbar sein. Deshalb fordern wir, dass städtische Grundstücke nicht mehr an Investoren veräußert werden, sondern an Wohnungsbauunternehmen, deren erstes Ziel eben nicht die Profitmaximierung ist: SAGA-GWG, Wohnungsbaugenossenschaften, Baugemeinschaften und Wohnprojekte.
Und bei der Entwicklung von neuen Wohnquartieren wollen wir verstärkt auf die Verbindung von Naturschutz und Stadtentwicklung achten, wir wollen für ausreichend Grünflächen sorgen, die nach Möglichkeit für alle in zehn Minuten nach New Yorker Vorbild fußläufig erreichbar sein sollten. Wir wollen aber vor allem dafür sorgen, dass Bürgerbeteiligung ernst genommen wird. Das heißt für uns auch, dass auf Grund des Beteiligungsverfahrens auch grundlegende Änderungen an Planentwürfen vorgenommen werden können. Das ist bisher die Ausnahme. Wer Beteiligung ernst meint, informiert aber nicht nur sondern setzt auf den Sachverstand und die Lebenserfahrung der Bürgerinnen und Bürger.“

Carmen Wilckens, stellvertretende Vorsitzende der GRÜNEN Bezirksfraktion Hamburg-Nord:

„Wir möchten eine gerechte und flexible Verkehrspolitik. Der Raum in der Stadt soll gerecht verteilt werden: mehr Platz zum zu Fuß gehen, radfahren und einen gute Kombination von Bus, Bahn und Auto. Immer mehr Menschen steigen aufs Rad um, in HH schon 12%, mit steigender Tendenz. Radfahren ist schnell, leise, umweltfreundlich und gesund. Wir wollen moderne, sichere Wege für das Fahrrad. Wir wollen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn, anstatt auf den Bürgersteigen. So schaffen wir mehr Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger, mehr Sicherheit für alle, weil Räder vom Auto aus besser gesehen werden. Jeder Weg beginnt zu Fuß - das soll Spaß machen. Die Bedingungen für Menschen zu Fuß sollen besser werden. Zu oft gibt es Bettelampeln, Barrieren und schlecht gepflegte Gehwege mit Stolperfallen - das möchten wir ändern. Hierfür muss der Bezirk die notwendigen Mittel und die Kompetenzen erhalten.”

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