Pressemitteilung

Sicher zur Schule: GRÜNE und Elternrat kritisieren Ablehnung von Tempo 30 auf der Alsterdorfer Straße

16.06.2026

Fraktion

Die GRÜNE Fraktion Hamburg Nord zeigt sich irritiert über die Entscheidung der Polizei, die Verlängerung der Tempo 30 Strecke auf der Alsterdorfer Straße zwischen Sengelmannstraße und Bodelschwinghstraße abzulehnen. Aus Sicht der GRÜNEN blendet die Stellungnahme zentrale Aspekte der Schulwegsicherheit aus – insbesondere die besondere Schutzbedürftigkeit der Kinder vor Ort.

Entlang des betroffenen Abschnitts liegen gleich zwei Schulen, deren Schüler*innen sich aufgrund ihrer individuellen Entwicklung im Verkehr weniger sicher bewegen können. Zwei weitere Schulen liegen im nahen Umfeld.

Katharina Fischer Zernin, GRÜNE Sprecherin für Mobilität, betont:
„Dass die Polizei in ihrer Bewertung auf ‚weniger als 80 Kinder in der Stunde‘ verweist, greift aus unserer Sicht viel zu kurz. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern die Vulnerabilität der Kinder.
Die Polizei kann Tempo 30 anordnen – aber sie will es nicht. Schulen, Anwohnende und die Politik im Bezirk sind sich einig: Eine durchgehende Tempo 30 Strecke ist notwendig, um die Kinder auf ihrem Schulweg besser zu schützen.“

Pedi Dehghani, Elternratsmitglied Zukunftsschule Alsterpalais, ergänzt:
„Die Stellungnahme der Polizei verkennt aus meiner Sicht einen grundlegenden Zusammenhang. Wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen, geschieht das häufig nicht trotz, sondern wegen der als unsicher empfundenen Verkehrssituation.
Die daraus resultierende geringere Zahl zu Fuß gehender Kinder anschließend als Argument gegen weitere Schutzmaßnahmen anzuführen, ist ein klassischer Zirkelschluss. Die vermeintlich niedrigen Zahlen belegen keinen fehlenden Bedarf – sie sind vielmehr ein Symptom des Problems, das eigentlich gelöst werden soll.“

Hintergrund

Der Regionalausschuss hatte im April auf Antrag der GRÜNEN Fraktion einstimmig beschlossen, dass die Polizei die Ausweitung der Tempo 30 Strecke Strecke auf der Alsterdorfer Straße zwischen Sengelmannstraße und Bodelschwinghstraße prüfe möge. Damit folgte die Politik drei Eingaben von Kurt Juster Schule, Robert Koch Schule und Zukunftsschule Alsterpalais.

  • In der Kurt Juster Schule werden neben Schülerinnen mit motorischen Behinderungen auch vor allem Schülerinnen mit Lern-, Sprach-, Wahrnehmungs- und Verhaltensauffälligkeiten bzw. mit Kombinationen dieser Beeinträchtigungen beschult.
  • Die Robert-Koch-Schule besuchen Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache und/oder emotionale und soziale Entwicklung.
  • Die Zukunftsschule Alsterpalais ist eine private Schule mit Grundschule sowie Sekundarstufen 1+2.

Anlage

  • Ablehnung der Polizei
  • Pressemitteilung zum damaligen Beschluss des Ausschusses (mit Links zu Eingaben)
  • Foto Katharina Fischer-Zernin (Henning Angerer)
  • Foto (Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord) : Thomas Kehrer (GRÜNE), Carsten Redlich (GRÜNER Sprecher Alsterdorf) und Katharina Fischer-Zernin (GRÜNE Sprecherin für Mobilität) nahmen an der Demo am 4.2.26 teil.

Hintergrund zur Demo: Am 4. Februar 2026 machte die Zukunftsschule mit der von der Polizei begleiteten Aktion „Roter Teppich für Schulkinder“ auf die Situation aufmerksam. Trotz eisiger Temperaturen und Schneefall beteiligten sich zahlreiche Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte. Selbstgestaltete Plakate und klare Botschaften der Kinder sorgten für große Aufmerksamkeit – und für einen eindringlichen Appell: Sichere Wege für Kinder jetzt! Parallel hat die Schule eine sehr umfangreiche Eingabe an den Regionalausschuss gemacht.

Fotos sind kostenfrei verwendbar bei Nennung der Urheberin und im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über die GRÜNEN.

Foto: Thomas Kehrer (GRÜNE), Carsten Redlich (GRÜNER Sprecher Alsterdorf) und Katharina Fischer-Zernin (GRÜNE Sprecherin für Mobilität) nahmen an der Demo am 4.2.26 teil. (©Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord)

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Foto: Katharina Fischer-Zernin (©Henning Angerer)

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