Pressemitteilung

Mehr öffentliche Toiletten: SPD, CDU, FDP und GRÜNE fordern neue und günstigere Lösungen

18.09.2026

Fraktion

In Hamburg-Nord fehlen vielerorts öffentlich zugängliche Toiletten. Die Fraktionen von SPD, CDU, FDP und GRÜNE wollen deshalb neue Wege prüfen lassen, um bestehende Versorgungslücken schneller und kostengünstiger zu schließen. Ein entsprechender Antrag wurde im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität am Mittwoch einstimmig beschlossen. 

Bisher scheitert die Einrichtung zusätzlicher Anlagen häufig an hohen Investitions- und Betriebskosten. Nach Ansicht der antragstellenden Fraktionen sollten daher neben den bisher üblichen Toilettenanlagen auch einfachere Modelle berücksichtigt werden. Dazu gehören beispielsweise Trocken- und Komposttoiletten, das Konzept der „Netten Toilette“ sowie kleine, speziell für Kinder entwickelte Lösungen auf Spielplätzen. Auch eine Kombination verschiedener Angebote ist denkbar.

Gleichzeitig sollen bestehende öffentliche Toiletten besser ausgeschildert und zuverlässig gepflegt werden. Die zuständigen Stellen sollen dabei außerdem untersuchen, ob private Anbieter entsprechende Anlagen günstiger errichten und betreiben könnten als die bislang beauftragten öffentlichen Unternehmen.

Darüber hinaus fordert der Antrag gegenüber der zuständigen Behörde, die öffentliche Toiletteninfrastruktur bei der Aufstellung künftiger Haushalte stärker zu berücksichtigen. Ziel ist es, sowohl Investitionen als auch die laufenden Kosten für zusätzliche Standorte finanziell abzusichern.

Auf Initiative der GRÜNEN wird die Stadtreinigung zudem gebeten, zu berichten, welche Pläne sie mit den sogenannten “Oiletten” hat. Sie sollen Kindern auf Spielplätzen als kostengünstige Alternative zu WCs dienen. Auch eine fachliche Einschätzung zu “Trockentoiletten” ohne Wasserspülung wird erbeten.

Christoph Reiffert, GRÜNER Sprecher für Umwelt: „Jedes Geschäft, das nicht ins Gebüsch geht, schützt unsere Parks und Spielplätze. Weil wartungsarme Automatiktoiletten einfach zu teuer sind, bin ich froh, dass die Stadtreinigung über Alternativen wie die “Nette Toilette”, die “Oiletten” für Kinder auf Spielplätzen oder vielleicht auch Trocken-WCs ohne aufwändige Leitungsinstallationen nachdenkt. Wir müssen Lösungen finden, die den Menschen helfen und die finanzierbar sind.“

Anlage

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