Pressemitteilung

Mehr Geld für die Stadtteilkultur? GRÜNER Antrag für Unterstützung beim Fundraising abgelehnt

09.10.2026

Fraktion

Die GRÜNE Fraktion hatte zur vergangenen Sitzung der Bezirksversammlung beantragt, die Kulturinstitutionen im Bezirk jeweils individuell bei Fundraising-Fortbildungen zu unterstützen. Der Antrag wurde mit den Stimmen der SPD-, CDU- FDP-Koalition und der AfD abgelehnt.

Die GRÜNEN wollten von politischer Seite zusagen, wohlwollend zu prüfen, wenn Anträge auf Erstattung von Kosten für Fortbildungen zum Fundraising gestellt werden. Außerdem sollte die Kulturbehörde gebeten werden, zentral für Unterstützung bei komplexen Großanträgen für Fördermittel zum Beispiel auf Bundes- und EU-Ebene zu sorgen.

Isabel Permien, GRÜNE Sprecherin für Kultur: „Vom Kulturhaus bis zur Geschichtswerkstatt – die Kulturinstitutionen im Bezirk sind schon sehr aktiv und erfolgreich beim Stellen von Förderanträgen. Doch sicher gibt es noch den einen oder anderen Punkt, wo den Mitarbeitenden zielgerichtete Fortbildungen weiterhelfen würden. Das wollten wir gerne unterstützen. Auch bei umfangreichen Vorhaben wäre Unterstützung bei komplexen Bundes- und EU-Fördermitteln sinnvoll gewesen.“

Die Bezirksversammlung beschloss mehrheitlich einen Antrag von SPD, CDU und FDP, der eine bezirkliche Fundraising-Konferenz vorsieht. Hier sollen die Kultureinrichtungen teilnehmen können, sich vernetzen und fortbilden.

Permien stellt klar: „Austausch und Vernetzung sind ja gut – allerdings muss uns bewusst sein, dass die betreffenden Institutionen oft um die gleichen Fördermöglichkeiten konkurrieren. Wir hätten es sinnvoller gefunden, wenn die Institutionen selbst entscheiden, wo sie Weiterbildungsbedarf haben, statt sie einfach nur in eine gemeinsame Konferenz zu beordern.

Was jedenfalls nicht sein darf ist, dass es in zwei Jahren heißt ‚Wir haben euch gezeigt, wie ihr selbst an Geld kommt – nun braucht ihr nicht mehr so viel von der Stadt‘. Kultur darf niemals abhängig von privaten Förderungen sein. Kultur gehört zur Grundversorgung der Bürger*innen im Bezirk und braucht daher eine starke Unterstützung der Stadt, um unabhängig, kreativ und auch mal widerborstig zu sein.“

Anlage

Fotos sind kostenfrei verwendbar bei Nennung der Urheberin und im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über die GRÜNEN.

Isabel Permien (©Henning Angerer)

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