Pressemitteilung
Schulstraßen in Hamburg-Nord: Pilotstandorte in Barmbek-Süd und Eppendorf geplant
Im Bezirk Hamburg-Nord sollen zu Ende 2026/Anfang 2027 die ersten Schulstraßen entstehen. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung des Bezirksamts hervor (Drs. 22-2565 [1]). Sie wird derzeit in den Ausschüssen der Bezirksversammlung beraten. Die Schule Knauerstraße in Eppendorf und die Adolph-Schönfelder-Schule mit ihrem Standort an der Brucknerstraße in Barmbek-Süd gehören zu den fünf Pilotstandorten in drei Hamburger Bezirken.
Die Stadt erprobt in dem Projekt, wie Schulstraßen an unterschiedlichen Konfliktbereichen eingerichtet werden können und welche Auswirkungen dies hat. Der Autoverkehr soll an diesen Straßen an Schultagen während der Hol- und Bringzeiten umgeleitet werden.
Am 29. September 2026 von 19-21 Uhr findet eine erste Dialogveranstaltung des Bezirksammts für die Grundschule Knauerstraße statt.
Katharina Fischer-Zernin, GRÜNE Sprecherin für Mobilität: „Wir freuen uns sehr, dass Hamburg-Nord bei den Schulstraßen von Anfang an dabei ist. Das ist ein Verdienst der starken Schulgemeinschaften, ohne die es nicht geht. Kinder sollen ihren Schulweg sicher und selbstständig zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen können. Falsch parkende und rangierende Autos direkt vor dem Schultor gefährden die Kinder zu den Stoßzeiten. Schulstraßen schaffen ganz konkret mehr Sicherheit und mehr Platz für ein gutes Ankommen.
Unser Dank gilt der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) und dem Bezirksamt für die gründliche Vorarbeit. Er gilt ganz besonders auch den engagierten Eltern an den Schulen, die dieses Thema immer wieder auf die Tagesordnung gebracht haben. Jetzt kommt es darauf an, wie geplant die Schulgemeinschaften und die Nachbarschaft gut einzubinden. Die Erfahrungen aus den Pilotprojekten sollen dann schnell weiteren Schulen im Bezirk zugutekommen.“
Seit 2024 erarbeitet eine behördenübergreifende Arbeitsgruppe unter Federführung der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen. Die wegerechtlichen Fragen sind nun geklärt. Als Nächstes sollen Umfang, Zeiten, Ausnahmen, Beschilderung und Elternhaltestellen festgelegt werden. Dazu sind Dialogveranstaltungen mit den Schulgemeinschaften und der Nachbarschaft geplant. Die Schulstraßen sollen Ende 2026 oder Anfang 2027 eingerichtet werden.
September 2026 von 19-21 Uhr:
Dialogveranstaltung des Bezirksamts für die Grundschule Knauerstraße, Knauerstraße 22 (Aula Waldcafé)
Hintergrund
Die GRÜNE Fraktion hatte sich bereits im September 2024 mit dem Antrag „Sichere Schulwege für Hamburg-Nord: Schulstraßen prüfen und einrichten!“ (Drs. 22-0157 [2]) in der Bezirksversammlung für Schulstraßen eingesetzt. Einer der Anlässe waren Hinweise von Eltern der Adolph-Schönfelder-Schule und an anderen Schulen im Bezirk, die sich über gefährliche Situationen durch „Elterntaxis“ vor dem Schultor sorgten. Die Schule wurde im Antrag als einer der ersten Standorte genannt, an denen eine Schulstraße sinnvoll sein könnte.
Anlage
- Drucksache: Einrichtung von Schulstraßen in Hamburg hier: Stand des Pilotprojekts und Standorte im Bezirk Hamburg-Nord
- Antrag: Sichere Schulwege für Hamburg-Nord: Schulstraßen prüfen und einrichten!
- Foto: Katharina Fischer-Zernin, GRÜNE Sprecherin für Mobilität, vor der Grundschule an der Barmbeker Brucknerstraße (©Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord)
Katharina Fischer-Zernin, GRÜNE Sprecherin für Mobilität, vor der Grundschule an der Barmbeker Brucknerstraße (©Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord)
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