Pressemitteilung
Bericht aus der Bezirksversammlung vom 3. September 2026
Liebe Freundinnen und Freunde,
nun war auch die Bezirksversammlung zurück aus der Sommerpause – und wir setzten diesen brütend heißen Sommer noch einmal mit einer Aktuellen Stunde auf die Tagesordnung. Wenn Friedrich Merz mit der schwarz-roten Koalition den Kopf weiter in den Sand steckt, macht das für uns den Auftrag, konkret vor Ort die Menschen zu schützen, noch drängender.
Ich glaube: Dass diese Regierung für Klimaanpassung noch das große Rad drehen wird, ist nicht zu erwarten. Also Ärmel hoch und Aufgabe anpacken, soweit das hier in einem einzelnen Bezirk geht. Dafür stehen wir GRÜNE, und deshalb sind wir mit dem Thema in die Bezirksversammlung gegangen.
Hitzeschutz: Nicht auf den nächsten Sommer warten
Und Überraschung: Es gab in unserem Parlament sogar weitgehende Einigkeit, dass der Bezirk noch nicht optimal vorbereitet ist (von den üblichen Schwurblern aus der blauen Reihe abgesehen, die sagen, dass auch im Winter viele Menschen sterben und deswegen nichts vom Hitzeschutz halten). Eine Aktuelle Stunde ist kein Ort für kleinteilige Verbesserungsvorschläge, und entsprechend haben wir auch in diesem Rahmen keine vorgestellt. Und zur Ehrlichkeit gehört ja: Auch wenn wir GRÜNEN gerade regierten, hätten wir nicht unbegrenzt viel Geld für Hitzeschutz zur Verfügung. Aber im Rahmen des Möglichen alles zu unternehmen, das muss sein. Also haben wir an die Bezirksamtsleitung appelliert, aus den fehlenden Schutzplänen in diesem Sommer zu lernen und nicht nur auf Sozialbehörde, Senat und den nächsten Sommer zu warten, um die Menschen zu schützen, insbesondere die älteren unter uns. Unsere Fraktion, besonders unser klimapolitischer Sprecher Christoph, wird den Prozess eng begleiten, Anträge werden folgen.
Fast 400 Seiten Klimaanpassung – jetzt geht es um die Umsetzung
Umso passender war dann, dass in der gleichen Sitzung das Klimaanpassungskonzept für den Bezirk Hamburg-Nord verabschiedet wurde. In dem fast vierhundert Seiten starken Dokument finden sich viele Möglichkeiten, etwas für die Menschen (und die Natur!) zu tun. Wir werden darauf drängen, dass das auch passiert. Aber ich verspreche hier noch etwas: Mit ein bisschen Anpassung ist es nicht getan, die Welt verfehlt gerade das 1,5-Grad-Ziel. Wir werden auch weiter daran arbeiten, dass mehr Menschen mit anpacken wollen dabei, nicht immer und immer mehr CO₂ in die Atmosphäre zu schicken.
Optimistisch, lustig und ein bisschen skurril
Und sonst? Entlasse ich euch heute mit einer Portion Optimismus, etwas Lustigem und etwas Skurrilem.
Optimistisch bin ich, denn die von uns beantragten a) Stillräume und b) Fahrradübungsflächen für Kinder wurden in die entsprechenden Fachausschüsse überwiesen, da dürfen wir gespannt sein. Nach meiner Erfahrung ist die Koalition nicht immer darauf aus, dort tatsächlich eine fachlich tiefere Diskussion zu führen. Stattdessen baut man darauf, dass die Presse in den kleineren Runden nicht mehr anwesend ist und beerdigt leise Angelegenheiten, um die man sich nicht kümmern mag, ohne das aber öffentlich so laut sagen zu wollen.
Ich glaube aber: Bei diesen beiden Anträgen läuft das anders: Da kriegen wir alle zusammen eine gute Lösung hin.
Kreative Social-Media Strategien…
Lustig war, dass die CDU auf Instagram zwar behauptete, auch Fahrradübungsplätze beantragen zu wollen (oder das schon getan zu haben, das Wording schwankt da etwas), Zitat: „Das Bezirksamt prüft“ – aber es kam halt nix, und mit der Funktion, so einen Beitrag von der Plattform zu löschen oder zu archivieren, mochte sich offensichtlich niemand auseinandersetzen. Das nenne ich mal eine, sagen wir: kreative Social-Media-Strategie!
… und Dinge, die man lieber nicht wissen wollte
Und vollkommen skurril wurde es bei den von der LINKEN beantragten Trockentoiletten. Ein Abgeordneter (ihr dürft raten, von welcher Fraktion, Info gibt’s per PN oder im Protokoll) fühlte sich eingeladen, über seine Kack-Erfahrungen auf dem Campingplatz in Frankreich zu berichten, und so unter uns: Für mich war das erheblich zu viel Information. Jetzt beim Schreiben habe ich wieder Igitt-Bilder im Kopf, und ich werde versuchen, sie durch Bilder von mehr Bäumen, mehr Blumen, sauberen Flüssen und klarer Luft zu verdrängen.
In diesem Sinne GRÜNE Grüße an euch alle
Daniela Clément
Fraktionsvorsitzende
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Für Rückfragen, Interviewanfragen oder zur Aufnahme in den Presseverteiler erreichen Sie unser Presseteam unter den folgenden Kontakten. Wir antworten in der Regel innerhalb eines Werktags.
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