Trotz großer Bemühungen der Politik zur Einigung und einem weiten Entgegenkommen des Investors sind die Verhandlungen über das Bauprojekt zwischen Dorotheenstraße und Mühlenkampkanal („Winterhude 23“) gescheitert. Die Initiative „SOS-Mühlenkampkanal“ brach die Verhandlungen vorzeitig ab. An diesen hatte neben den Vorsitzenden der SPD- und GRÜNEN Fraktionen aus Bezirk und Land auch der Oberbaudirektor teilgenommen.
Michael Werner-Boelz, Vorsitzender der GRÜNEN Bezirksfraktion Hamburg-Nord, bedauert das Scheitern: „Über 100 neue, günstige Mietwohnungen mitten in Winterhude hätten dem Stadtteil gut getan! Für uns ist der Rückzug der Initiative nicht nachvollziehbar, denn alle ihre im Verlauf der Verhandlungen erhobenen Forderungen wurden berücksichtigt. Dazu zählen die Umgestaltung des Mühlenkampkanals zu einem Erholungsgewässer, ein Verzicht auf die Bebauung des Uferrands und eine deutliche Reduzierung der Baumasse, also des Volumens der geplanten neuen Gebäude. Noch in der letzten Verhandlungsrunde wurde eine weitere Absenkung der Baumasse im Zuge einer nochmaligen Überarbeitung der Pläne angeboten. Dazu kommt es nun nicht mehr.
Auch wenn wir anderer Meinung als die Initiative sind – es ist ihr gutes Recht, sich für eine Fortsetzung des laufenden Bürgerbegehrens zu entscheiden. Da der Gesetzgeber auch für Bebauungsplanverfahren die Möglichkeit von Bürgerbegehren bereithält, sollten wir dieses Instrument der Beteiligung respektieren und nicht hinterrücks, beispielsweise durch Evokation, aushebeln. Nun ist die Bevölkerung gefragt, ob sie auch in attraktiven und begehrten Wohnvierteln preiswerten Wohnungsbau möchte oder nicht.“
Foto Fläche „Dorotheenkai“ (Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord)
Foto Luftbild: „Dorotheenkai“ (Freie und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung)
Foto Michael Werner-Boelz (Daniela Möllenhoff)
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