GAL-Antrag: Naturschutzgebiet Raakmoor - Zuständigkeit

  An Ortsausschuss Antrag
Naturschutzgebiet Raakmoor - Zuständigkeit Das Naturschutzgebiet Raakmoor liegt weitgehend auf dem Gebiet des Bezirkes Wandsbek, wird aber vom Bezirk Hamburg-Nord verwaltet. Hintergrund ist eine uralte Vereinbarung zwischen den Bezirksamtsleitern,  weil damals das noch nicht unter Naturschutz stehende Gebiet überwiegend von den Langenhornern genutzt wurde. Die CDU im Bezirk Wandsbek, insbesondere im Ortsausschuss Alstertal streitet schon viele Jahre, insbesondere mit dem zuständigen Leiter der Gartenbauabteilung Hamburg-Nord, Herrn Willing, über die Pflege des Moores. Immer wieder wird verlangt, das der Mittelweg  zum Durchqueren des sensiblen Moores offen bleibt bzw. wieder geöffnet wird. Erst vor ca. einem Jahr ist die Bezirksversammlung Wandsbek mit diesem Ansinnen an den Bezirk Nord herangetreten (vgl. Drs. 0333/05, BV 19.05.05, TOP 6.1). Es wird auch immer wieder behauptet, dass der Bezirk Hamburg-Nord verantwortlich für den schlechten Zustand der Wege im Osten auf der Hummelsbüttler Seite sei. Unverholen wird immer wieder gefordert, die Verwaltung des Raakmoors dem Bezirk Wandsbek zu übertragen. Der Mittelweg ist nach einem Großbrand im Frühjahr 2005 vollständig gesperrt worden. Im Rahmen einer Begehung am 27.05.04 ist den Mitgliedern der Ortsausschüsse Alstertal und Fuhlsbüttel sowie der Fachausschüsse für Umwelt der Bezirke Wandsbek und Hamburg-Nord der Entwurf des "Pflege- und Entwicklungsplan für das Naturschutzgebiet Raakmoor" erläutert worden. Dabei ist ausführlich dargelegt worden warum eine endgültige Schließung des Mittelweges notwendig ist. Daraufhin brachten die Fraktionen im Ortsausschuss Fuhlsbüttel folgenden gemeinsamen Antrag ein: "1.
Der Ortsausschuss begrüßt die im Entwurf des "Pflege- und Entwicklungsplan für das Naturschutzgebiet Raakmoor" beabsichtigten Maßnahmen im Rahmen der Erweiterung des Naturschutzgebietes. 2.
Die Aufhebung der Sperrung des "Mittelweges" wird abgelehnt." Dieser Beschluss ist von der Bezirksversammlung am 8.9.05 (TOP 7.1, Drs. 0429-1/05) einstimmig bestätigt worden. Zwischenzeitlich fand eine weitere gemeinsame Begehung des Raakmoors statt. Dabei sind nachvollziehbar die einzelnen Schritte der Umsetzung des Pflege- und Entwicklungsplan erklärt worden. Trotzdem gibt es derzeit im Bezirk Wandsbek wieder Bestrebungen die Verwaltung des Raakmoors dem Bezirk Hamburg-Nord zu "entreißen". Hebel dazu soll die derzeit diskutierte Bezirksverwaltungsreform sein. Das Thema soll demnächst im Hauptausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek angegangen werden. Vor diesem Hintergrund möge der Ortsausschuss zur Vorlage für die Bezirksversammlung beschließen: 1.)
Der Herr Bezirksamtsleiter setzt sich bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt – Amt für Naturschutz – dafür ein, dass für die Umsetzung der Naturschutz- und  Landschaftsschutzpflege im Gebiet Raakmoor weiterhin der Bezirk Hamburg-Nord zuständig bleibt. 2.)
Mit dem Bezirk Wandsbek soll eine klare Zuständigkeits-Vereinbarung hinsichtlich der Pflege der Wege an der Ostseite des Raakmoors getroffen werden. Begründung: Im "Pflege- und Entwicklungsplan für das Naturschutzgebiet Raakmoor" vom Mai 2005 ist unter Punkt 1.2.2 "Anordnung über Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Naturschutzes undder Landschaftspflege" erneut geregelt worden, dass für die Umsetzung der Naturschutz- und Landschaftsschutzpflege im Gebiet Raakmoor der Bezirk Hamburg-Nord zuständig ist (siehe Anordnung in der Anlage). Die Verwaltung und die Pflege des Raakmoors durch den Bezirk Hamburg-Nord hat sich bewährt. Bei allen Entscheidungen sind die kommunalen Gremien beider Bezirke immer rechtzeitig und umfangreich eingebunden worden. Die Initiative das Naturschutzgebiet nach Norden auszuweiten, ist vom Bezirk Hamburg-Nord ausgegangen. Am 28. Januar 2002 ist in den Ortstausschuss Fuhlsbüttel ein gemeinsamer Antrag aller damals fünf Fraktionen zur Erweiterung des Naturschutzgebietes Raakmoor eingebracht worden. Die Bezirksversammlung hat den Beschluss in der darauf folgenden Sitzung einstimmig bestätigt. Anders im Bezirk Wandsbek: Die GAL-Fraktion im Ortsausschuss Alstertal bemühte sich, auch dort einen gemeinsamen Antrag zu erreichen. Dies scheiterte an der fehlenden Sachkenntnis der anderen Fraktionen. Darauf hat die GAL-Fraktion den Antrag alleine eingebracht. Nach langer Diskussion im Ausschuss ging der Beschluss an die Bezirksversammlung Wandsbek. Doch diese bestätigte den Beschluss nicht und verwies ihn in den Umweltausschuss. Dort schlummerte er eine geraume Zeit, bevor er dann endlich wieder nach mehreren Monaten - unverändert – wieder in der Bezirksversammlung landete. Vernünftigerweise ist das Naturschutzreferat der damaligen Umweltbehörde schon aufgrund des Nord-Beschlusses tätig geworden. Somit steht nun seit geraumer Zeit fest, dass die bereits im Landschafts- und Artenschutzprogramm von 1996 festgeschriebene Erweiterung des Naturschutzgebietes Raakmoor verwirklicht wird.  Hinzu kommt noch, dass die Gartenbauabteilung Hamburg-Nord hervorragend mit den ehrenamtlichen Kräften des NABU-Langenhorn und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zusammenarbeitet. Ohne Mithilfe der ehramtlich arbeitenden Menschen, wäre die Pflege des Moores nicht möglich. Dies wäre nicht mehr gewährleistet, denn diese Kräfte sind von der CDU-Alstertal häufig heftig und völlig unsachlich kritisiert worden. Es ist fraglich ob diese Menschen ihr Wissen und ihre Arbeitskraft bei fortwährend entgegengebrachtem Misstrauen noch einsetzen werden wollen. Nach allem ist festzustellen, dass das Raakmoor beim Bezirk Hamburg-Nord in "guten Händen" ist. Die Kommunalpolitik in Hamburg-Nord steht voll und einvernehmlich hinter der Naturschutzwahrung im Raakmoor. Dazu gehört auch, dass der Mittelweg geschlossen bleibt. Ein Naturschutzgebiet hat in erster Linie Natur zu bewahren und gegebenenfalls auch Natur zurück zu gewinnen. Ein Naturschutzgebiet eignet sich nicht für Durchlauftourismus, wie es viele Kommunalpolitiker des Bezirks Wandsbek möchten. Berechtigt ist hingegen die Kritik was den Zustand der Wege im Osten des Raakmoors betrifft. Es gibt dort Wege-Abschnitte die den größten Teil des Jahres nur in Gummistiefel begehbar sind. Dies ist im wesentlichen auf den regen Pferdeverkehr zurück zu führen. Hier müssen Regelungen für Fußgänger, Radfahrer und Reiter getroffen werden. Auch die Zuständigkeit für die Wartung der Wege muss klar geregelt sein. Man hat hier den Eindruck, dass sich kein Bezirk zuständig fühlt bzw. zuständig sein will und den "Schwarzen Peter" hin und her schiebt. Der Unmut der Bevölkerung landet denn zwangsläufig beim Ortsausschuss Alstertal oder beim Bürgerverein Hummelsbüttel. Daher ist hinsichtlich der Wegewartung eine belastbare Vereinbarung zutreffen. 

Siegfried Diebolder
Dorle Olszewski

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Siegfried Diebolder
Fraktionsvorsitzender
im Ortsausschuss
Fuhlsbüttel-Langenhorn


Dorle Olszewski
stellv. Fraktionsvors.
im Ortsausschuss
Fuhlsbüttel-Langenhorn


Wilfried Wolgast
stimmberechtigtes Mitglied


Rainer Grage
ständiger Vertreter


Michael Garbers
ständiger Vertreter


Antje Brügmann
ständige Vertreterin



Unterausschuss für allg. Angelegenheiten und Bauprüf


Siegfried Diebolder
Fraktionssprecher


Dorle Olszewski
stimmberechtiges Mitglied


Rainer Grage
ständiger Vertreter


Olaf Stahr
ständiger Vertreter



Kommission zum Schutz gegen Fluglärm


Detlev Grube
Fraktionssprecher


Michael Glage
ständiger Vertreter

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