Gegen die Stimmen ihres Koalitionspartners FDP stimmte gestern die SPD gemeinsam mit der GAL für einleitende Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Straßen Krohnstieg und Gehlengraben (Ring 3). Die GAL hatte einen entsprechenden Antrag eingebracht, der die Prüfung eines nächtlichen Tempolimits von 30 Km/h vorsieht. Die zuständigen Behörden für Wirtschaft, Verkehr und Innovation sowie die Innenbehörde sollen nun klären, welchen Beitrag dies für die Lärmminderung bringen würde und welche Kosten damit verbunden wären.
„Endlich gehen wir einen Schritt in die richtige Richtung“ freut sich die GAL-Bezirksabgeordnete Carmen Wilckens. „Richtig froh bin ich, dass nun auch die SPD erkannt hat, dass mit der FDP keine vernünftige Verkehrspolitik möglich ist.“
Derzeit zählen der Krohnstieg und der Gehlengraben zu den besonders stark von Lärm belasteten Bereichen im Bezirk. Die Auswertung des bezirklichen Lärmforums von 2009 schlug daher eine Reihe von Maßnahmen zur Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner vor, bis zu deren Umsetzung aber noch einige Zeit vergehen dürfte. Daher hatte die GAL die nun beschlossene Prüfung vorgeschlagen, um schon jetzt etwas zum Schutz der dort wohnenden Menschen zu tun. Carmen Wilckens erklärt: „Nun liegt die Entscheidung ob zügig die Grundlage für eine schnelle Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner geschaffen wird bei der Verkehrs- und der Innenbehörde."
In Berlin wurde das Konzept der nächtlichen Geschwindigkeitsreduzierung bereits vor einigen Jahren erfolgreich umgesetzt. "Wir hoffen darauf, dass auch in Hamburg schon bald eine ähnliche Regelung für den Krohnstieg beschlossen werden kann. Wir bleiben dran!" bekräftigt Wilckens.
Hintergrund
Zwar wurde schon 2009 im Rahmen des Lärmforums des Bezirks festgestellt, dass die Anwohnerinnen und Anwohner am Krohnstieg und Gehlengraben stark durch Verkehrs- und Fluglärm belastet sind, doch wurden bislang keine konkreten Maßnahmen aus dem Lärmaktionsplan umgesetzt. Der Plan schlug als Maßnahmen die Verstetigung des Verkehrs sowie den Einsatz von Flüsterasphalt vor.
Tempo 30 verringert den Lärm spürbar – vor allem wenn im dritten Gang gefahren wird. Die damit verbundene stetigere Fahrweise (weniger Bremsen und Beschleunigen) verringert außerdem die Feinstaubbelastung, weil es weniger Abrieb und Aufwirbelungen gibt. Auch der Kraftstoffverbrauch ist geringer und damit ebenso der Ausstoß von CO2. Unfallfolgen sind bei Tempo 30 ebenfalls weniger schwerwiegend.
Pressemitteilung als pdf
Pressefoto Krohnstieg (4 MB)
Pressefoto Carmen Wilckens, GAL-Bezirksabgeordnete
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