In der letzten Sitzung des Regionalausschusses Fuhlsbüttel-Langenhorn wurde auf Antrag der SPD und mit den Stimmen des Koalitionspartners FDP die Umbenennung des „Parks am Dorfteich“ in „Franz-Röttel-Park" beschlossen. Die GAL kritisiert das gewählte Verfahren sowie die Umbenennung des Parks an der Tangstedter Landstraße in Langenhorn.
Michael Werner-Boelz, Vorsitzender der GAL-Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord: „Der Regionalausschuss hat extra für die Benennung von Straßen und Brücken eine Arbeitsgruppe eingerichtet, damit diese möglichst einvernehmlich von statten gehen können. Die SPD hat sich diesem Verfahren von Anfang an widersetzt.“
Schon in der letzten Legislatur wurde im Regionalausschuss eine Arbeitsgruppe mit je einem Mitglied aus den in der Bezirksversammlung vertretenen Parteien gebildet, um möglichst im Konsens Benennungen für Straßen oder Brücken vorzunehmen. Dabei orientierte sich die AG bisher an dem Ziel, durch Benennungen historische Bezüge herzustellen, die Geschichte Langenhorns widerzuspiegeln und den Charakter des Stadtteils zu betonen. Als die SPD erstmals den Antrag auf Benennung des Parks in „Franz-Röttel-Park" stellte, gab es deshalb heftigen Protest der anderen Fraktionen, der dazu führte, dass die SPD dann erst das bereits vereinbarte Verfahren akzeptierte und die Arbeitsgruppe mit dem Thema befasst wurde.
Diese Arbeitsgruppe kam unter Beteiligung der SPD zu dem Ergebnis, dass der Park bereits „Park am Dorfteich“ heiße und eine Umbenennung nicht sinnvoll sei. Der Park war zudem erst im September 2011 mit 150.000 Euro aus öffentlichen Mitteln aufwendig unter Bezug auf seinen Namen umgestaltet worden – so stehen dort jetzt mehrere bespielbare Holzobjekte in Form von Kühen, die die frühere Bedeutung des Dorfteichs als Viehtränke symbolisieren sollen. Als Kompromissvorschlag wurde im Rahmen der Arbeitsgruppe die Benennung eines Raumes im Bürgerhaus Langenhorn nach Franz Röttel vorgeschlagen.
Dieses Ergebnis der Arbeitsgruppe hat die SPD nun erneut ignoriert und in der vergangenen Sitzung des Regionalausschusses die Umbenennung beschlossen.
Die Grünen kritisieren die SPD-Entscheidung auch inhaltlich, denn mit Franz Röttel wird eine Person geehrt, die 1990 trotz eindeutiger Gremienbeschlüsse der SPD die Wahl von Helgrit Fischer-Menzel zur Bezirksamtsleiterin scheitern ließ. Diese Wahl stand im Zusammenhang mit der hamburgweit ersten Rot-Grünen Zusammenarbeit im Bezirk Nord. Röttel lehnte diese ab und stimmte gegen Fischer-Menzel, woraufhin ihm der damalige Erste Bürgermeister Henning Vorscherau (SPD) empfahl, sein Bezirksmandat zurück zu geben (Hamburger Abendblatt vom 24.03.1990).
Michael Werner-Boelz: „Die mit einer Namensgebung verbundene Ehrung betont immer auch den Vorbildcharakter einer Person. Franz Röttel mag durchaus einiges für Langenhorn bewegt haben – aus unserer Sicht rechtfertigt dies aber nicht die Umbenennung des 'Parks am Dorfteich'.
Im Übrigen gilt: Welchen Politikstil die SPD verfolgt und welche Achtung sie den Beschlüssen ihrer eigenen demokratisch gewählten Gremien zukommen lässt, muss sie letztlich selbst beantworten."
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