Die GRÜNEN beantragten in der vergangenen Sitzung der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, dass sich diese für eine breite Kampagne zum Thema Straßenverkehr einsetzt. Ziel ist, alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer über ihre Rechte und Pflichten zu informieren und so für ein besseres Miteinander auf der Straße zu sorgen.
Thorsten Schmidt, GRÜNER Sprecher für Verkehrspolitik, erläutert den Anlass für diesen Antrag: „Rad fahren wird in Hamburg immer beliebter. Unser Eindruck ist aber, dass es im Straßenverkehr oft zu Konflikten kommt, weil es Missverständnisse darüber gibt, wer wo und wie fahren darf. Das betrifft sowohl Autofahrerinnen und -fahrer als auch Radlerinnen und Radler. So glauben viele immer noch, dass Radfahrende grundsätzlich einen vorhandenen Radweg benutzen müssten. Das ist aber in Hamburg nur noch an wenigen Straßen der Fall. Fährt jemand mit dem Rad auf der Straße, hupen oder drängeln viele Autofahrende. Das gefährdet alle Beteiligten und macht das Radfahren unattraktiver.
Eine Kampagne, die auf sympathische und vielleicht sogar unterhaltsame Weise für Information sorgt, könnte zur Entspannung beitragen. Außerdem ist erwiesen, dass Radfahren auf der Fahrbahn weit sicherer ist als auf separaten Wegen – die meisten Unfälle passieren in Abbiegesituationen, in denen Radfahrende oft schlecht sichtbar sind.“
Leider sind sich auch viele Radfahrende nicht darüber im Klaren, wo sie mit ihrem Rad sicher fahren können, ohne sich und andere Verkehrsteilnehmende zu gefährden. So ist beispielsweise häufig zu beobachten, dass erwachsene Radfahrende den Gehweg nutzen oder auf der falschen Straßenseite unterwegs sind.
Thorsten Schmidt warnt: „Insbesondere an Kreuzungen setzen sich falsch Fahrende Radlerinnen und Radler einem erhöhten Unfallrisiko mit querenden Fahrzeugen aus. Zudem behindern und gefährden sie auf Gehwegen Menschen, die zu Fuß gehen. Das ist besonders ärgerlich, da der dort zur Verfügung stehende Platz ohnehin oft kaum für alle reicht.“
Die GRÜNEN würden Aktionen wie im April letzten Jahres in Niendorf begrüßen: Dort mischten sich Polizeibeamte in Zivil mit dem Rad unter den Straßenverkehr, um die Reaktionn der anderen Verkehrsteilnehmenden selbst zu erleben. Kfz-Fahrerinnen und -fahrer, die hupten oder zu dicht überholten, wurden herausgewunken und über ihr Fehlverhalten aufgeklärt.
Thorsten Schmidt: „Eine landesweite Kampagne, die durch Aktionen wie in Niendorf mit begleitender Pressearbeit dafür sorgt, dass mehr Menschen informiert werden, brächte Verbesserungen nicht nur für Radfahrende. Auch wer zu Fuß unterwegs ist, profitiert davon, dass mehr Radlerinnen und Radler sich auf die Straße trauen, statt auf oft zu schmalen Radwegen oder sogar dem Gehweg zu fahren. Denn wo das Fahrrad auf der Straße fährt, ist mehr Platz für den Fußverkehr!“
Der Antrag wurde zur weiteren Diskussion in den Verkehrsausschuss überwiesen, wo er am 28.01.2014 ab 18 Uhr öffentlich beraten werden wird.
Antrag
Pressemitteilung als pdf
Fotos: Hinweisschild aus den USA (Quelle: blueridgeparkwayblog.com)
Bild des Bezirksabgeordneten Thorsten Schmidt (GRÜNE Fraktion Nord)
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