Pressemitteilung
Grundwasser-Sanierung in der Jarrestadt: Endlich Nägel mit Köpfen machen!
Seit mehr als 15 Jahren sind die immensen Schäden bekannt, die der einstige Wäscherei- und Reinigungsbetrieb Wulff in der Jarrestraße in Boden und Grundwasser hinterlassen hat. Leicht flüchtige Kohlenwasserstoffe bedrohen mittlerweile sogar durch ihre Zerfallsprodukte das Grundwasser und damit auch die Gesundheit von Mensch und Natur.
Die GAL kämpft seit Bekanntwerden des Falls für eine fachgerechte Sanierung dieser Schäden. Eine im Jahr 2003 in Betrieb genommene Grundwasser-Sanierungsanlage musste jedoch nach wenigen Monaten ihren Betrieb wieder einstellen, weil sie für die angefallenen hohen Schadstoffmengen nicht geeignet war. Mit der angekündigten Bodensanierung wurde bis heute nicht begonnen.
Vor diesem Hintergrund hatte die GAL-Fraktion vor kurzem im Umweltausschuss des Bezirks Nord um einen Bericht der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) gebeten. Die Behördenvertreter stellten bei diesem Anlass unter anderem dar, dass die noch im Boden befindlichen Schadstoffmengen so hoch seien, dass der Sanierungszeitraum selbst bei einer funktionierenden Grundwasser-Sanierungsanlage bis zu 100 Jahre dauern könnte. Erfolgversprechender aber auch teurer sei ein Komplett-Austausch des Bodens im Hof der Häuser Jarrestraße 52-58.
In einem von der GAL-Fraktion initiierten interfraktionellen Antrag hat die Bezirksversammlung Hamburg-Nord nun einstimmig die BSU aufgefordert, den Boden auszutauschen und die vorbereitenden Maßnahmen in enger Abstimmung mit dem Bezirk zu beginnen. Zu den Vorbereitungen gehören neben der Entwicklung von angemessenen Sicherungsmaßnahmen auch die Verhandlungen über den Abriss des Gebäudes der ehemaligen Wäscherei und Reinigung. Die Kulturbehörde hat sich bereits damit einverstanden erklärt, in diesem besonderen Fall den bestehenden Denkmalschutz aufzuheben.
Ulrike Sparr, die umweltpolitische Sprecherin der GAL-Fraktion, meint dazu: „Jetzt müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden! Auch wenn es teuer wird: nur durch den Bodenaustausch mit einer gleichzeitigen Sanierung des Grundwassers ist der Schaden in den Griff zu bekommen.“
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