Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord stimmte heute dem Bündnis für den Radverkehr zu. Der Vertragsentwurf fasst zusammen, wie Senat und Bezirke gemeinsam das Ziel eines Radverkehrsanteils von 25% erreichen wollen. Nachdem Rot-Grün im Mai einige Änderungen gefordert hatte, war der Bündnistext noch einmal überarbeitet worden.
Michael Werner-Boelz, GRÜNER Fraktionsvorsitzender, erläutert die Verbesserungen: „Wir hatten vom Senat gefordert, mehr für die Finanzierung auch der bezirklichen Radwegeverbindungen zu tun. Ebenso sollte ausreichend Personal eingestellt werden, um den ehrgeizigen Plan, die Velorouten bis 2020 fertigzustellen, auch umsetzen zu können. Beiden Forderungen ist der Senat nachgekommmen! Für Radverkehrsmaßnahmen wird es nun 3 Mio. Euro mehr geben, auch ist sichergestellt, dass ausreichend Personal zur Betreuung der einzelnen Ausbauprojekte eingestellt werden kann. Wir freuen uns, dass unseren guten Argumenten Folge geleistet wurde!“
Thorsten Schmidt, GRÜNER Sprecher für Verkehrspolitik, ergänzt: „Wir begrüßen außerdem, dass nun die Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit stärker im Fokus steht. Für die Akzeptanz der Routen ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einzubeziehen und ihre Anregungen einfließen zu lassen.
Uns war auch wichtig, dass der Fußverkehr nicht zugunsten der Förderung des Radverkehrs vernachlässigt wird. Der nun beschlossene Bündnistext stellt klar, dass mit der Schaffung eines attraktiven, sicheren Angebots für den Radverkehr regelmäßig mehr Komfort, Sicherheit und oft auch mehr Platz für den Fußverkehr verbunden sind.“
Hintergrund
Das Bündnis für den Radverkehr ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, Hamburg zur Fahrradstadt weiterzuentwickeln. Neben der Fertigstellung der 14 Velorouten mit einer Gesamtlänge von rund 280 km bis 2020 müssen auch die Bezirksrouten, die Hamburg-Nord in seinem Radverkehrskonzept identifiziert hat, vorangebracht werden.
Die Bezirke müssen aus Sicht von Rot-Grün im Bezirk auch die quartiersnahen Alltagsrouten ebenso attraktiv gestalten können. Denn von attraktiven Radverkehrsanlagen profitieren alle Verkehrsteilnehmer: Die Straßen werden entlastet, es gibt mehr Platz für Fußgänger und die Lärm- und Luftbelastung nimmt ab.
Pressemitteilung als pdf
Bündnistext online
Foto des Fraktionsvorsitzenden Michael Werner-Boelz (Daniela Möllenhoff)
Foto des Bezirksabgeordneten Thorsten Schmidt (Daniela Möllenhoff)
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