An 92 Straßenabschnitten nachts und an 73 Straßenabschnitten tagsüber sind die Anwohnerinnen und Anwohner im Bezirk Nord gesundheitsschädlichem Lärm ausgesetzt.
Zu den tagsüber am stärksten verlärmten Straßen im Bezirk Nord gehören die Hamburger Straße mit bis zu 78 dB(A), die Habichtstraße und der Braamkamp mit bis zu 76 dB(A), die Barmbeker Straße, die Dennerstraße, der Mühlendamm, die Nordschleswiger Straße und die Tarpenbekstraße mit jeweils bis zu 75 dB(A).
Obwohl diese enorme Belastung spätestens seit der Lärmkartierung 2012 bekannt ist, gab es bislang nur Pilotversuche für nächtliches Tempo 30 in Hamburg. Diese betrafen nur drei Straßenabschnitte mit einer Gesamtlänge von 1,55 km Länge – bei 1.126 km Hauptverkehrsstraßen in der Stadt sind das nicht einmal 0,14 %. Das ergab eine Anfrage der GRÜNEN Bezirks-fraktion Hamburg-Nord an den Senat.
Michael Werner-Boelz, Vorsitzender der GRÜNEN Bezirksfraktion Hamburg-Nord kommentiert die Antworten des Senats: „Alle wissen es: Die durch den motorisierten Verkehr verursachten Lärm- und Luftbelastungen haben erhebliche gesundheitliche Auswirkungen auf die Bevölkerung. Sie können u.a. Ursache sein für Atemwegsbeschwerden, Asthma sowie Herz- und Kreislauferkrankungen. Die zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung vorgegebenen Grenzwerte werden in Hamburg permanent überschritten. Es besteht also dringender Handlungsbedarf.
Aus GRÜNER Sicht ist Tempo 30 die einfachste und kostengünstigste Maßnahme, um eine Reduzierung der Lärm- und Luftbelastung durch den Verkehr zu erzielen und damit die Gesundheit der städtischen Bevölkerung zu schützen. Darüber hinaus erhöht Tempo 30 nachweislich die Verkehrssicherheit und führt zu einer Verstetigung des Kraftverkehrs.
Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, verkehrsbeschränkende Maßnahmen wie z.B. die Anordnung von Tempo 30 bei der Straßenverkehrsbehörde zu beantragen. In vergleichbaren Fällen haben betroffene Anwohnerinnen und Anwohner in Berlin vor Gericht mehrfach Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen erwirkt.“
Bild: Die Hamburger Straße ist sowohl tagsüber als auch nachts die lauteste Straße im Bezirk (Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord)
Foto des GRÜNEN Fraktionsvorsitzenden Michael Werner-Boelz (Daniela Möllenhoff)
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