Der Regionalausschuss verabschiedete am Montagabend einstimmig eine Resolution mit dem Titel „Barmbek sagt NEIN zu Thor Steinar und rechtem Gedankengut!“. Die Politikerinnen und Politiker der Fraktionen von SPD, CDU, GRÜNEN und der LINKEN sowie der Gruppen von FDP und Piraten hatte die Resolution gemeinsam verfasst und zur Abstimmung gestellt.
Die Resolution fordert eine schnellstmögliche Schließung des Ladens und fordert Bezirksverwaltung und Polizei auf, alles dafür Notwendige und Mögliche zu unternehmen. Den Barmbekerinnen und Barmbekern stärkt die Politik für ihr Engagement gegen den Laden den Rücken. Sie werden aufgerufen, dabei nicht nachzulassen.
Alexander Kleinow, Sprecher der SPD-Fraktion im Regionalausschuss: „Für einen Laden, der Nazis und Rechtsextreme anzieht, ist im Stadtteil Ralph Giordanos und Hans-Jürgen Massaquois kein Raum!“
Martin Fischer, Sprecher der CDU-Fraktion im Regionalausschuss: „Klamotten, die eine rechtsextreme und antisemitische Gesinnung zeigen, haben keinen Platz im bunten und weltoffenen Barmbek!“
Christoph Reiffert, Sprecher der GRÜNEN Fraktion für Barmbek: „Barmbek ist vielfältig und offen für das Anderssein. Damit das so bleibt, müssen wir gemeinsam rechtsextremem Gedankengut entgegentreten, wo immer es in Erscheinung tritt!“
Lars Buchmann, Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Regionalausschuss: „Erst sind es nur die Klamotten, dann ist es die Gesinnung – schlussendlich soll es eine repressive Gesellschaft werden.“
Ralf Lindenberg, Sprecher der FDP-Gruppe im Regionalausschuss: „Überall sollten Demokraten gegen rechtes Gedankengut eintreten und erst recht die gewerbliche Verbreitung von ‚braunen‘ Symbolen verhindern."
Markus Pöstinger, Sprecher der Gruppe Piraten im Regionalausschuss: „Viele hundert Teilnehmende bei den kürzlichen Demos machen deutlich: Rechtsextreme, neonazistische Identifikationssymbole stoßen im weltoffenen Barmbek auf geballte Ablehnung!"
Hintergrund
Hinter der „Nordic Company“, die in der Fuhlsbüttler Straße 257 am 3. März 2017 einen Laden eröffnet hat, verbirgt sich das Modelabel „Thor Steinar“, das als identitätsstiftendes Erkennungszeichen unter Rechtsextremen gilt. Auf nahezu allen Kleidungsstücken tauchen typische Runensymbole oder positive Bezüge zur deutschen Kolonialgeschichte sowie zum Nationalsozialismus auf. Läden wie die Filiale in Barmbek-Nord stellen einen Bezugspunkt für die rechte und neonazistische Szene dar.
Am 11. und am 18. März fanden in Barmbek Demonstrationen gegen den Laden mit jeweils mehreren Hundert Teilnehmenden statt. Es wurden Infostände und Flugblattverteilungen organisiert. Weitere Aktionen sind angekündigt.
Beschlossene Resolution
Pressemitteilung als pdf
Foto der Fraktions- und Gruppensprecher*innen (GRÜNE Fraktion Nord/Wolfframm)
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