07.05.26 –
Der Jugendhilfeausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Nord stellt sich geschlossen hinter die freien Träger der Jugendhilfe. In einem gestern beschlossenen Antrag fordern die demokratischen Fraktionen verlässliche Finanzierung für Angebote, die Kinder, Jugendliche und Familien im Bezirk täglich brauchen.
Nadja Grichisch (GRÜNE), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses:
„Wer heute bei der Kinder- und Jugendhilfe spart, zahlt morgen den gesellschaftlichen Preis. Offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Familienförderung und sozialräumliche Angebote sind kein freiwilliger Luxus, sondern unverzichtbare Infrastruktur auch für Hamburg-Nord.
Mit unserem Beschluss senden wir ein klares Signal an Senat und Bürgerschaft: Diese Angebote müssen geschützt, auskömmlich finanziert und langfristig abgesichert werden. Ich danke den freien Trägern und allen Beteiligten im Jugendhilfeausschuss für die engagierte und konstruktive Zusammenarbeit an diesem gemeinsamen Antrag.“
Der Jugendhilfeausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Nord hat auf Initiative seiner Vertreter*innen der freien Träger einen gemeinsamen Antrag zur Stärkung und Absicherung der Kinder- und Jugendhilfe beschlossen. Der Beschluss ist ein deutliches Signal aus dem Bezirk: Bestehende Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien müssen erhalten bleiben – und zwar nicht nur kurzfristig, sondern verlässlich über die kommenden Haushaltsjahre hinaus.
Im Zentrum steht das Bekenntnis, sich in den Jahren 2026 bis 2028 sowie mit Blick auf die Haushaltsberatungen 2029/2030 schützend vor die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe zu stellen. Dazu zählen die Offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Familienförderung und sozialräumliche Hilfen. Sie bieten Kindern und Jugendlichen Räume außerhalb von Familie und Schule, schaffen Begegnung, Beratung, Bildung, Schutz und Beteiligung – oft genau dort, wo Unterstützung am dringendsten gebraucht wird.
Doch viele dieser Angebote stehen unter massivem Druck. Steigende Personal-, Miet- und Betriebskosten treffen auf knappe Budgets und fehlende Planungssicherheit. Für freie Träger bedeutet das: Angebote können nicht verlässlich geplant, weiterentwickelt oder im schlimmsten Fall fortgeführt werden. Für Kinder, Jugendliche und Familien bedeutet es: wichtige Anlaufstellen im Stadtteil geraten ins Wanken.
Gerade in einer wachsenden Stadt wie Hamburg sind stabile Angebote der Kinder- und Jugendhilfe ein entscheidender Beitrag zu Chancengerechtigkeit, Prävention, Integration und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Wer diese Strukturen schwächt, riskiert, dass Probleme erst sichtbar werden, wenn sie längst größer und teurer geworden sind.
Hintergrund
Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit sind zentrale Bestandteile der Jugendhilfe und im SGB VIII rechtlich verankert. Sie unterstützen junge Menschen in ihrer Entwicklung, fördern Selbstständigkeit, Mitbestimmung und soziale Kompetenzen und bieten niedrigschwellige Hilfe in den Stadtteilen.
Anlage
Beschlossener Antrag: Antrag zum Schutz der Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und der sozialräumlichen Angebote der Familien- und Jugendhilfe in Hamburg-Nord
Foto: Nadja Grichisch (©Henning Angerer)
Fotos sind kostenfrei verwendbar bei Nennung der Urheberin und im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über die GRÜNEN.
Kategorie
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