Die GRÜNE Fraktion Hamburg-Nord bittet in einer Anfrage den Senat um Stellungnahme zur Verlärmung von Straßen im Bezirk. Im Oktober 2015 hatte eine Anfrage der GRÜNEN ergeben, dass alleine im Bezirk Nord 92 Straßenzüge nachts zu laut sind. Wo dies auch tagsüber der Fall ist und welche Maßnahmen Abhilfe schaffen könnten, soll nun eine neue Anfrage klären.
Christoph Reiffert, Sprecher für Umweltpolitik der GRÜNEN Fraktion Nord, verdeutlicht: „Im vergangenen Jahr wollten wir wissen, wo nachts die Grenzwerte für Lärm überschritten werden. Doch auch tagsüber ist langfristiger Lärm ein Gesundheitsrisiko. Besonders gefährdet sind Bürgerinnen und Bürger, an deren Wohnort der Lärm sowohl tagsüber als auch nachts ein gesundheitsschädliches Niveau erreicht.“
In ihrer Anfrage wollen die GRÜNEN im Bezirk Nord nun auch in Erfahrung bringen, welche verkehrsbeschränkenden Maßnahmen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen, Durch- und Einfahrtverbote zu einer Reduzierung des verkehrsbedingten Lärms beitragen können. Auch soll geklärt werden, welche Maßnahmen gleichzeitig die Luftbelastung verringern helfen.
Michael Werner-Boelz, GRÜNER Fraktionsvorsitzender stellt klar: „Hamburg hat ein Lärmproblem. Studien zeigen: Tempo 30 ist ein geeignetes Instrument zur Senkung von Lärm- und auch Luftbelastung! Der Verkehr fließt besser, laute Beschleunigungsvorgänge werden vermindert und auch die Roll- und Motorengeräusche sind geringer als bei Tempo 50. In Berlin wurde durch diverse Gerichtsentscheidungen Tempo 30 nachts angeordnet. Dort hat Anfang des Jahres auch erstmals ein Verwaltungsgericht tagsüber Tempo 30 auf einer Hauptverkehrsstraße, der Berliner Allee (B2) angeordnet.
Die durch den Straßenverkehr verursachten Lärm- und Luftbelastungen sind gesundheitsgefährdend. Die Verkehrs- und Innenbehörde müssen endlich ihre Verantwortung gegenüber den Menschen dieser Stadt wahrnehmen und verkehrsbeschränkende Maßnahmen anordnen.
Gesundheit geht eindeutig vor Schnelligkeit des Autoverkehrs. Andernfalls bleibt den Betroffenen wohl nur die Klage vor Gericht, um sich zu schützen! Das Beispiel Berlin zeigt, dass dies bei Uneinsichtigkeit der politisch Verantwortlichen ein wirksamer Weg ist!“
Der Senat hat nach Einreichung der Anfrage nun sechs Wochen Zeit, sie zu beantworten.
Foto: Hamburger Straße (Barmbek, Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord)
Foto des Bezirksabgeordneten Christoph Reiffert (Daniela Möllenhoff)
Foto des Fraktionsvorsitzenden Michael Werner-Boelz (Daniela Möllenhoff)
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