Auf den Flächen, die vom Bebauungsplan Groß Borstel 25 betroffen und die derzeit teilweise mit Kleingärten belegt sind, finden sich vielfältige Altlasten im Untergrund. Die Schadstoffkonzentrationen bewegen sich teilweise im Bereich von mehreren Gramm pro Kilogramm. Das ergab eine Anfrage der GRÜNEN an die Umweltbehörde. Die GRÜNEN wollten insbesondere wissen, wann die Altlasten bekannt geworden sind, und um welche es sich handelt. Auch die Auswirkungen auf die Kleingartennutzung wurden erfragt.
Brisanz hat das Thema neben der allgemeinen Gefährdung durch Schadstoffe auch, weil den Kleingartenvereinen zugesichert wurde, dass im Zuge der Baumaßnahmen wegfallenden Kleingärten auf dem Gelände an anderer Stelle neu geschaffen würden. Ob und wie dies angesichts der Belastungen möglich ist, ist derzeit unklar.
Michael Werner-Boelz, Vorsitzender der GRÜNEN Bezirksfraktion Hamburg-Nord, ist irritiert: „Unter den Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern heißt es seit langem, dass der Boden belastet sei und deshalb auch besondere Vorkehrungen beim Anbau von Nutzpflanzen gelten. Dass die Umweltbehörde erst seit einer Untersuchung im Rahmen des Bebauungsplans 2011/2012 von den Belastungen weiß, erscheint fraglich.“
Die Untersuchungen, deren Auswertungen laut Behörde erst in diesem Jahr abgeschlossen wurden, ergaben, dass die Grenzwerte für Schadstoffe im Boden teils um ein Vielfaches erhöht sind. Die Verunreinigungen seien allerdings nicht so gravierend, dass von einer akuten Gefährdung der Nutzer_innen ausgegangen werden müsse. Dennoch heißt es, dass „Bei Bestehenbleiben der Kleingartennutzung (...) die genauen Auswirkungen auf die Umwelt (...) geklärt werden [müssten]“. Im Rahmen einer Veränderung der Nutzung der Flächen müsse in jedem Fall geprüft werden, ob dadurch eine Gefährdung der Nutzer_innen auftrete.
Ulrike Sparr, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN, ergänzt: “Für uns steht nun an oberster Stelle, für Klarheit zu sorgen. Bis zu 35 Gramm polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) pro Kilo sind wahrlich keine Lappalie. Daher werden wir beantragen, dass die zuständige Behörde uns und den Bürgerinnen und Bürgern im Umweltausschuss Rede und Antwort steht, wie mit den Altlastenfunden umgegangen werden soll. Außerdem muss sofort eine detaillierte Untersuchung der bestehenden Risiken für Mensch und Umwelt erfolgen. Die Aussage ‚keine akute Gefährdung‘ reicht da nicht.“
Pressemitteilung als pdf
Anfrage der GRÜNEN und Antwort der Behörde
Anlage zur Antwort: Lageplan
Foto Michael Werner-Boelz (GRÜNE Nord)
Foto Ulrike Sparr (GRÜNE Nord)
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